Sonnenbergbahn bei Kriens
Im blauen Bähnli der Sonnenbergbahn bringen die Familien während einer nostalgischen Fahrt auf den Sonnenberg
Auch in einem Land wie der Schweiz, mit der grössten Bergbahndichte, ist es nicht selbstverständlich, dass eine Bahn über 100 Jahre ihren Dienst versieht. Gebaut wurde die Sonnenbergbahn als Pioniertat, später genutzt als touristische Erschliessung, heute betrieben als Zeuge einer Zeit, die nur noch wenige von uns selber erlebt haben.
Die Geschichte der Sonnenbergbahn geht zurück auf die Zeit des Belle Epoque-Tourismus in der Innerschweiz. Als Eisenbahnen und Strassen gebaut wurden, konnten auch weniger sportliche Menschen die Alpenwelt als Kulturraum entdecken. Grosse Palast- und Grandhotels an landschaftlich schönen Plätzen zeugen noch heute von jener Zeit, als die Reichen und Vornehmen in die Ferien fuhren.
Die Sonnenbergbahn ist eine Standseil-Pendelbahn. Ein Seil verbindet die beiden Wagen. Angetrieben wird die Bahn über einen Elektromotor, der seine Kraft über das Antriebsrad in der Bergstation auf das Seil überträgt. In der Bergstation befindet sich auch die schräggestellte Umlenkrolle, die das vom Tal her aufs Antriebsrad kommende Seil auf die talabwärts führende Kabine umlenkt
Die Sonnenbergbahn ruckelt heute noch weitgehend auf dem Original-Fahrgestell und auf den Original-Schienen bergauf und bergab. Die Schläge auf der Fahrt stammen zum grössten Teil von den «Schienenstössen»: Die 12 Meter langen Schienen brauchen aufgrund der grossen Temperaturunterschiede Platz, um sich auszudehnen und trotzdem in Form zu bleiben.
Bei der Bergstation bietet ein Panoramafenster sehr guten Einblick in die Antriebstechnik der Bahn. Interessierte Kinder und deren Eltern können bei stehender Bahn auch einen Blick in den Maschinenraum erhalten. Fragen Sie doch den «Bähnlimaa», ob er gerade Zeit dazu hat.
INFO
Termine:
Apr-Okt
Stand: Jun.2011
Preise:
*Retour* Erwachsene: SFr 9,-;
Kinder bis 16 J. in Begleitung eines Elternteils: gratis
Stand: Jun.2011
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- aktualisiert am 29.09.2011
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