Kreative Spielideen für Kinder

Kinder brauchen ein Kinderzimmer, dass ihre Kreativität fördert und Raum zum Spielen, Experimentieren und Entdecken bietet. Stockbetten lassen sich zu Piratenburgen, Höhlen oder Schlössern umwandeln, Schränke bieten Platz zum Verstecken. Nicht jede Familie kann für jedes Kind ein eigenes Kinderzimmer einrichten. Ein gemeinsames Kinderzimmer kann aber förderlich sein, denn so lernen die Kleinen beim Spielen mit Konflikten umzugehen und soziale Kompetenzen zu entwickeln.

Wichtig ist auch, dass die Kinder viel draussen sind und sich nicht den ganzen Tag im Zimmer aufhalten. Wenn es einmal einen komplett verregneten Tag gibt, können die Eltern die Langeweile vertreiben, indem sie kreative Spiele mit ihrem Nachwuchs ausprobieren.

Die fünf besten kreativen Spielideen zum Nachlesen:

1. Geruchs- und Tastsinn-Spiel

Wir haben fünf Sinne. Bei Kindern sind diese besonders ausgeprägt. Der Geruchs- und Tastsinn entwickelt sich im Laufe der Jahre zurück, wenn er nicht trainiert wird. Kinder haben mit diesem Spiel viel Spass, gleichzeitig schärfen sie ihre Wahrnehmung, denn es geht ums Entdecken, Erraten und Erfühlen. Gleichzeitig können sie sich mit dem anderen messen und ihr Können zeigen. Ausserdem ist die Spannung gross, etwas zu erfühlen, das nicht sichtbar ist.

Für das Spiel brauchen die Eltern nicht mehr als eine alte leere Dose oder einen anderen, nicht durchsichtigen Behälter.Das können sie entweder mit einem Tuch verdecken, sodass nur die Hand etwas ertasten kann, oder die Kinder müssen die Augen schliessen. Wer das Spiel erweitern will, kann Gegenstände aus der Natur, wie Eicheln, Nüsse, ein Stück Holzrinde oder einen Stein hineingeben und die Kinder über die Besonderheiten der Natur aufklären.

Das Geruchsinn-Spiel funktioniert nach dem gleichen Prinzip. In kleine Joghurtbecher können Gewürze, Kräuter und andere duftende und riechende Gegenstände hineingegeben werden. Der Becher lässt sich mit einer Alufolie verschliessen. Anschliessend dürfen die Kinder ein paar Löcher hineinstechen und das Geruchssinnspiel kann beginnen.

2. Spiele aus dem Netz ausdrucken

 pixabay © Iwona_Olczyk (CCO Public Domain)

Mit dem Drucker lassen sich Spiele aus dem Internet ausdrucken. Zwar bietet das Gerät keinen Ersatz zu modernen Konsolen, doch kann das Gerät durchaus für Stimmung unter dem Nachwuchs sorgen.

Neben „Print-and-Play“-Spielen lassen sich Kreuzworträtsel und andere Druckerspiele herunterladen. Die gibt es bei Spieleplattformen im Internet.

Sogar Tischfussball und tolle Brettspiele gibt es in einer druckfähigen Version.

Damit retten die Eltern jeden langweiligen Nachmittag. Die meisten Spiele sind kostenlos erhältlich. Da viele der Spiele verschiedene Farben haben, ist ein Farbdrucker nötig. Wer als Eltern argumentiert, dass das Ausdrucken von Spielen teure Tintenpatrone verbraucht, kann sich entspannen.

Toner und Tintenpatronen müssen nicht mehr im Original gekauft werden. Viele Toner, die heute im Internet erhältlich sind, können bis zu 2.600 farbige Seiten ausdrucken und kosten im Vergleich rund ein Drittel der Originalpatrone. Also nichts wie los, auf zum Spieleausdrucken. Die Kleinen haben garantiert ihren Spass damit.

3. Hindernisparcours

Kinder haben viel Freude an Spielen, bei denen sie sich körperlich betätigen müssen. Ein Hindernisparcours lässt sich in der Wohnung schnell aufbauen. Sofa, Hochbett, Teppich, Stuhl, Springseil, Ball und viele weitere Gegenstände lassen sich für den Hindernislauf benutzen. Um den Spielspass zu erhöhen, können die Kinder zwischen den einzelnen Hindernissen Fragen beantworten.

Wenn sie richtig liegen, dürfen sie über das nächste Hindernis klettern. Wichtig ist, dass der Parcours dem Alter der Kinder entspricht und nicht zu schwierig ist. Auch sollten die Eltern bei diesem Spiel immer dabei sein, damit sich keines der Kinder verletzt, wenn es ein Hindernis überwindet. Bei schlechtem Wetter bietet dieses Spiel, das Sportlichkeit und Beweglichkeit erfordert, die beste Möglichkeit, die Langweile zu vertreiben.

4. Gemeinsames Malen

Es müssen nicht immer actiongeladene Spiele sein, die den Alltag spannender machen. Auch das gemeinsame Malen regt die Fantasie an. Die Kinder können zum Beispiel einen Gegenstand oder ein Tier malen und die anderen müssen erraten, was es ist. Oder die Eltern geben einem Kind einen Begriff vor, dass es malen muss und das andere Kind muss herausfinden, welcher Gegenstand abgebildet ist.

Toll ist auch das Malspiel, bei dem jeder reihum etwas auf das gleiche Blatt pinselt. Dadurch entstehen tolle Werke. Auch lustig ist das Erstellen von Collagen. Jedes Kind schneidet aus alten Magazinen und Zeitungen Bilder aus und klebt sie auf das Blatt.

5. Koffer packen

Eines der beliebtesten Spiele ist „Ich packe meinen Koffer“. Die Kinder setzen sich mit ihren Eltern im Kreis hin. Einer beginnt und sagt: „Ich packe meinen Koffer und nehme ein Handtuch mit“, der nächste muss diesen Satz fortsetzen und einen weiteren Gegenstand einpacken. Die Schwierigkeit liegt darin, sich die Gegenstände und die richtige Reihenfolge der Gegenstände zu merken. Je mehr eingepackt wird, desto schwerer wird es. Wer sich nicht mehr richtig erinnern kann, scheidet aus.

Kinder, die draussen spielen, entwickeln sich besser

 pixabay © Pezibear (CCO Public Domain)

Trotz des digitalen Zeitalters sollten Kinder mit ihren Freunden spielen. Jedes dritte Kind unter acht Jahren ist bereits regelmässig im Internet.

Die Kleinen verbringen 30 Prozent weniger Zeit mit dem Spielen als noch vor fünfzehn Jahren, berichtet der Tages Anzeiger 2014.

Eine Studie des Deutschen Kinderhilfswerks hat die Auswirkungen und die Entwicklungschancen untersucht, die durch das Spielen im Freien entstehen.

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass das freie Spiel den Alltag und die Entwicklung mehr beeinflusst als andere Aktivitäten. Kinder sollten danach täglich mindestens zwei Stunden draussen spielen.

 

Bild 1: pixabay © Iwona_Olczyk (CCO Public Domain)

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