Ratgeber: Drei Tipps für den Ausflug mit dem Nachwuchs

Gerade im Sommer sind Tagesausflüge bei Familien beliebt. Besonders, wenn sie keine Zeit für einen Familienurlaub haben, sind Wochenenden ideal für eine aufregende Unternehmung mit den Liebsten.

Doch wer Kinder hat, kann nicht einfach so ins Blaue fahren: Gerade bei Kleinkindern muss ein Ausflug sorgfältig geplant werden. Ein paar Tipps können helfen, den Trip zu einem gelungenen Erlebnis für Gross und Klein zu machen.

  1. 1.       Baby on Board: Für Sicherheit und Wohlbefinden im Auto sorgen

Bereits bei der Fahrt zum Wunschziel sollten Vater und Mutter einiges beachten. Die Sicherheit für das Baby oder das Kleinkind im Auto hat oberste Priorität. Kinder sind im Strassenverkehr Gefahren ausgesetzt und müssen daher gesichert werden. Bevor die Familie aufbricht, sollten sich die Eltern also um einen Kinderautositz kümmern.

Denn es darf kein Meter ohne Sicherung im Kindersitz gefahren werden: In der Schweiz ist ein Autositz für Kinder bis 1,50 Meter Körpergrösse seit 2010 Pflicht. Für Säuglinge und Kleinkinder bis 15 Monate gibt es spezielle Babyschalen. Mehr Informationen zur richtigen Sicherung und eine Übersicht über den geeigneten Sitz für ihren Nachwuchs finden Eltern auf dieser Internetseite.

Ausserdem kann Autositz-Zubehör, wie ein Sonnenschutz für das Fenster mit Comic-Motiven, die Fahrt für das Kleine angenehmer machen, weil es so vor der prallen Sonne geschützt wird.

Am besten ist es, in den frühen Morgenstunden aufzubrechen, da Kleinkinder im Wagen gut schlafen können und die Sonne dann noch nicht so stark ist. Beim Nickerchen sorgt ein Nackenhörnchen oder Kopfkissen für zusätzlichen Komfort.

Wird es bereits wärmer, müssen Eltern darauf achten, dass die Klimaanlage eingestellt wird – aber nicht zu stark. Das Fenster darf während der Fahrt grundsätzlich nicht geöffnet werden, weil sich das Kind sonst durch die Zugluft erkälten könnte. Damit sich der Nachwuchs wohl fühlt, sollte auf passende Kleidung geachtet werden.

Im Sommer sind leichte und luftige Outfits gut geeignet. Eine Decke und Wechselkleidung müssen ebenfalls immer mitgenommen werden. Darüber hinaus ist es gerade im Hochsommer auch wichtig, immer ein Getränk für das Kleine dabei zu haben. Denn die Luft im Auto kann sehr trocken sein. Besonders gut eignen sich Wasser oder verdünnter Fruchtsaft.

Ausserdem sollte mindestens alle zwei Stunden eine Pause eingelegt werden. Das Kind darf jedoch niemals alleine im Wagen gelassen werden, da der Innenraum sich im Sommer um etwa 1 °C pro Minute aufheizt. Daher muss das Baby oder Kleinkind in den Pausen aus dem Sicherheitssitz genommen werden. Säuglinge können dann in der freien Luft strampeln, und grössere Kinder dürfen sich austoben.

Bei einer langen Fahrt kommt es vor, dass das Kind sich langweilt und anfängt zu quengeln. Der Beifahrer kann sich dann nach hinten setzen und ein bisschen mit dem oder der Kleinen spielen. Daher ist es wichtig, bei einem Ausflug auch immer an ein paar Spielsachen für die Autofahrt zu denken, um das Kind zu beschäftigen und zu vermeiden, dass es unzufrieden wird. Wenn der Nachwuchs schon etwas älter ist, darf er mit in die Auswahl des Spielzeugs einbezogen werden.

  1. 2.       Den richtigen Ausflug für die Kinder auswählen

Ausflüge sind für die Kleinen immer spannend. Des Weiteren sind sie wichtig, weil sie für Abwechslung sorgen und die kindliche Neugier wecken. Ausserdem stärkt ein gemeinsamer Trip den Familienzusammenhalt. Damit sie wirklich Spass haben, ist es jedoch wichtig, das Richtige für den Nachwuchs zu finden. Denn es gibt viele Möglichkeiten für Ausflüge mit Kindern:

Fallbeispiel Zoo

Egal ob gross oder klein: Ein Zoobesuch gefällt Kindern jeden Alters. Denn dabei können sie Tiere, die sie bisher nur aus Büchern oder aus dem Fernsehen kannten, zum ersten Mal live erleben. Wie bei allen Ausflügen sollten Eltern sich jedoch nicht zu viel auf einmal vornehmen.

Denn Kinder schauen sich die Tiere viel genauer an als Erwachsene und daher wird es schwierig, alle zu besichtigen.

Eine gute Möglichkeit ist es, die Kleinen in einem Bilderbuch schon vorher ein paar Tiere aussuchen zu lassen, die sie im Tierpark gerne sehen würden.

Mit grösseren Kindern kann sich auch auf bestimmte Tierkategorien geeinigt werden: Beispielsweise schaut sich die Familie bei einem Zoobesuch nur Säugetiere an, bei dem nächsten dann nur die Tiere eines bestimmten Kontinents. Bei Kleinkindern sind Streichelzoos sehr beliebt, bei denen sie zum Beispiel Kaninchen und Ziegen streicheln können.

  1. 3.       Wieso, weshalb, warum: Bei der Heimfahrt Fragen beantworten

Wenn der Zoobesuch, vorbei ist, sollten Erwachsene sich auch Zeit für die Nachbereitung nehmen. Denn der Nachwuchs hat im Tierpark viele neue Eindrücke gesammelt, die verarbeitet werden müssen.

Wenn die Kinder beispielsweise über ein bestimmtes Erlebnis im Zoo erzählen, ist es wichtig, ihnen zuzuhören.

Sprösslinge ab dem dritten Lebensjahr fragen ihren Eltern ausserdem häufig Löcher in den Bauch – besonders nach einem aufregenden Zoobesuch oder einem anderen Ausflug.

Dann kommt es beispielsweise zu den berühmten „Warum“-Fragen, wie „Warum haben Giraffen so einen langen Hals?“ oder „Warum stehen die Flamingos auf einem Bein?“

Viele Erwachsene versuchen, die Fragen ihrer Kinder zu beantworten, was wichtig für die kindliche Entwicklung ist. Doch oft kommt es zu einem richtigen Frage-Antwort-Spiel: „Flamingos stehen auf einem Bein, wenn sie schlafen.“ - „Warum schlafen Flamingos nicht in einem Bett?“ - „Flamingos haben kein Bett.“ - „Warum?“, …

Wenn den Eltern keine Antwort mehr einfällt, können sie die Fragen-Kette mit einer Gegenfrage unterbrechen, wie „Was hast du denn im Zoo über Flamingos gelernt?“ Dann entsteht ein Gespräch und das Kind kann das Gelernte anwenden.

Zuhause angekommen ist es schön, wenn die Familie gemeinsam nach Antworten sucht, beispielsweise in einem Buch. Zudem freuen sich die Kleinen, wenn sie nach dem Zoobesuch die gesehenen Tiere zeichnen oder ausmalen dürfen.


Abbildung 1: pixabay.com © OpenClipartVectors (CC0)
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